Waidbruck (470 m) - Eisacktal - Südtirol

Waidbruck im Eisacktal

Waidbruck liegt im Eisacktal, am Eingang ins Grödnertal und an der Auffahrt ins Schlerngebiet. Über dem linken Eisackufer erhebt sich stolz die Trostburg.

Waidbruck bildet eine eigene Pfarrei, deren Einzugsgebiet auch Teile der angrenzenden Gemeinden (Lajen, Barbian, Villanders, Kastelruth) umfasst.

Trostburg

Die Trostburg, eine der großartigsten Schlossanlagen Südtirols, wurde am Ende des 12. Jh. errichtet und im 17. Jh. zu einer widerstandsfähigen Festung umgebaut.

Auf der Trostburg wuchs der mittelalterliche Minnesänger Oswald von Wolkenstein auf.

Oswald von Wolkenstein

Oswald von Wolkenstein war der letzte ritterliche und zugleich der erste moderne Dichter, er hat alle seine Erlebnisse besungen. Erhalten sind 25 zweistimmige Lieder und 60 einstimmige aus seinem Werk.

Anno 1367 geboren, aufgewachsen auf der Trostburg, verlor Oswald von Wolkenstein mit 9 Jahren beim Faschingstreiben sein rechtes Auge.
Mit 10 Jahren schon war er beim Heereszug gegen die heidnischen Litauer dabei und dann fortwährend unterwegs: Rußland, Schweden, 1397 Pilgerfahrt ins Heilige Land, England, Italien, Frankreich sind nur einige Stationen seiner Reisen als Minnesänger, Begleiter und Berater von Kaisern und Königen.

Nach seiner Rückkehr in die Heimat ließ er sich auf der wildromantischen Burg Hauenstein unter dem Schlern nieder, führte eine nicht sehr glückliche Ehe und trauerte seinen Wanderjahren nach.